14.10.2016 | Austria

S&T hat Großes vor (Capital Depeche, 14.10.2016)

Paukenschlag bei S&T: Der IT-Konzern beteiligt sich mit 29,9% beim Minicomputerhersteller Kontron. Zwischen den Unternehmen besteht bereits eine Verbindung: Der heutige S&T-Chef Hannes Niederhauser war von 1999 bis 2007 Vorstandschef und Großaktionär von Kontron. Die Mittel für den Kauf hat S&T durch eine zehnprozentige Barkapitalerhöhung eingesammelt, im Zuge der die Foxconn-Tochter Ennoconn bei dem TecDAX-Konzern eingestiegen ist. Dazu wurden rund 4,38 Mio. neue Aktien zum Stückpreis von 10,03 Euro ausgegeben. Das entspricht einem Emissionserlös von 43,9 Mio. Euro. Ennoconn will zudem S&T-Großaktionären weitere Anteile abkaufen und die Beteiligung letztendlich auf 29,4 % erhöhen.

S&T erhofft sich, durch diesen Schritt neue Wachstumspotenziale eröffnen zu können. Das Unternehmen baut dabei auf die eigene Software-Technik, die Entwicklungs- und Produktionskapazitäten von Foxconn sowie die breite Kundenbasis von Kontron. Ziel ist es, bei den Zukunftstrends Industrie 4.0 und Internet der Dinge eine führende Rolle einzunehmen. Wir sehen die TecDAX-Aktie weiterhin als Kauf.