11.07.2016 | Austria

S&T AG: Heißer TecDAX-Kandidat (finanzen.net, 11.07.2016)

Neben der Indexfantasie spricht die niedrige Bewertung für den Titel. Spekulativ ­orientierte Anleger ­greifen zu einem Turbo.

Die Deutsche Börse wird ihr Regelwerk zur Zusammensetzung der Indizes MDAX, SDAX und TecDAX anpassen: Ab September 2016 wird der Auswahlprozess der Unternehmen in den Indizes rein quantitativ und vollständig automatisiert stattfinden. Bisher hatte die Wächterin der Aktien­indizes einen gewissen Ermessensspielraum bei ihren Entscheidungen.

TecDAX-Ambitionen
Einer der Profiteure der Neuregelung könnte S & T sein. Der Vorstandschef des IT-Dienst­leisters, Hannes Niederhauser, hatte schon vor fünf Jahren TecDAX-Ambitionen angemeldet, als die Gesellschaft noch unter Quanmax firmierte. Damals war die Firma aber noch zu klein. Doch durch die Übernah­me von S & T im Jahr 2012 sind die Österreicher in neue Umsatz­dimensionen vorgestoßen und haben sich in Osteuropa eine führende Position erarbeitet.

Zeitgleich startete die Aktie ihre Klettertour von rund zwei auf mehr als sieben Euro. Mit einem Börsenwert von circa 320 Millionen Euro gilt S & T nun als TecDAX-Anwärter Nummer 1. Nur bei den Handelsumsätzen muss der Titel noch zulegen.

Abgesehen von der Index­fantasie spricht die niedrige Bewertung für die Aktie. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Cancom und Bechtle ist der Titel ein Stück günstiger zu haben. Anleger setzen mit einem Turbo von Lang & Schwarz auf eine ­anhaltende Aufholjagd (ISIN: DE 000 LS1 S53 5). Der Hebel, der auch in die umgekehrte Richtung wirkt, liegt bei 3,60. Die Stop-Loss-Barriere bei 5,50 Euro ist 23 Prozent entfernt.